Tischler ist unser Beruf

Möbelwerkstätten bzw. Fenster-/Fassadenelemente mit Wintergärten bilden die zwei Geschäftsfelder des Unternehmens Valentin Schmidt. Die beiden eigenständigen Bereiche können zur Ablaufoptimierung bei der Realisierung von Projekten zusammenfließen. Und bei Bedarf werden auch die angrenzenden Gewerke wie Installateure, Trockenbauer oder Elektriker koordiniert.

Ob schlichtes Einzelmöbel oder komplexe Einbauvariante, gemeinsam mit dem Kunden werden Ideen bis zur Produktionsreife entwickelt und in hoher handwerklicher Qualität maßgerecht umgesetzt.

Dieser Anspruch gilt selbstverständlich auch für den Bereich der Fenster-/Fassadenelemente mit Wintergärten. Neben den klassischen Holzfenstern und -türen, zeigt Valentin Schmidt zudem eine breite Palette anderer Werkstoffe bzw. Materialkombinationen wie Kunststoff, Holz-Aluminium und Aluminium in verschieden Ausführungen in der Ausstellung. Ergänzt wird das Programm durch die Konzeption und Ausführng von exklusiven Wintergärten, ebenso wie Rollläden, Markisen und Garagentoren.

Das Produktportfolio von Valentin Schmidt ruht auf vier Eckpfeilern, die den Erfolg des Unternehmens ausmachen und dem Kunden in jedem Fall ausgezeichnete Arbeit garantieren:

  • Planungssicherheit - denn der Kunde sieht bereits anhand von technischen Ausarbeitungszeichnungen, was er von uns bekommt.
  • Qualitätssicherheit - dafür stehen der hochwertige Maschinenpark auf technisch modernstem Stand und unsere hochmotivierten und bestens ausgebildeten Mitarbeiter.
  • Terminsicherheit - verlassen Sie sich auf ein leistungsstarkes Unternehmen mit 45 Facharbeitern und eigener Projektsteuerung.
  • Kostensicherheit - denn wir stehen seit über 115 Jahren zu unserem Wort: Marktgerechte Fertigung und bindende Angebote sind unsere Verpflichtung

Gestern, heute, morgen

Das Beste für die Zukunft ist Erfahrung: Bereits seit über 100 Jahren hat sich Valentin Schmidt einen Namen als qualitätsbewußter Tischler und Inneneinrichter gemacht. Heute ist es die vierte Generation des Familienunternehmers, die sich mit offenem Blick für die Anforderungen der Zukunft für zeitgemäße und hochwertige Inneneinrichtungen und Bauelemente engagieren.

Es war einmal

… vor langer, langer Zeit, da begab sich der Tischlergeselle Valentin Schmidt aus Hessen auf Wanderschaft nach Hannover, legte dort seine Meisterprüfung ab, mietete sich ein paar Räume in der Seestraße und machte sich dort im Jahre 1893 im Alter von 28 Jahren mit einer kleinen Tischlerwerkstatt selbständig. Sein unermüdlicher Fleiß und seine Schaffenskraft sprachen sich bald herum und brachten ihm viele zufriedene Kunden. So hatte er drei Jahre später die nötigen Mittel zusammen, um sich ein Grundstück in der Grotefendstraße 2 zu kaufen. Stolz und glücklich, endlich eigenen Grund und Boden unter den Füßen zu haben, baute er sich dort ein Mehrfamilienhaus. Die Wohnungen wurden an Offiziere der Königsulanen vermietet, deren Kaserne sich in der Nähe am Königswortherplatz befand. Gleich hinter dem Haus errichtete der Tischlermeister ein Gebäude, dessen Erdgeschoß Pferdestallungen für die Offiziere beherbergte, und im Obergeschoß seine neue Tischlerwerkstatt.

Mit dem Nachwuchs wuchs der Betrieb

Während seines unermüdlichen Schaffens wuchs Sohn Valentin heran: Nachdem er den ersten Weltkrieg mit viel Glück überlebt hatte, um dann seine Berufsausbildung zu beenden, ging er dem Vater zur Hand. Bautischlerarbeiten und Tischlerarbeiten jeglicher Art wurden mit viel Sorgfalt ausgeführt. Der Betrieb blühte auf, weitere Mitarbeiter wurden eingestellt. 1930 beschäftigte Valentin Schmidt bereits 15 Gesellen und Lehrlinge. In den nicht mehr benötigten Pferdeställen hielten zusätzliche Werkstatträume Einzug und die erste Walzenschleifmaschine Hannovers zur Holzoberflächen-behandlung – zur damaligen Zeit eine sensationelle Innovation. So konnten auch größere Aufträge, wie z.B. 1928 die Fenster für den Neubau des Anzeiger Hochhauses, durchgeführt werden. Fünf Jahre später starb der Firmengründer Valentin Schmidt im Alter von 69 Jahren und hinterließ seinem Sohn einen gut gehenden Betrieb.

Der zweite Weltkrieg

Bis zum zweiten Weltkrieg gedieh der Betrieb unter den Händen des Juniors prächtig und machte sich auch außerhalb Hannovers durch seine hochwertigen Arbeiten einen guten Namen. Ein großer neuer Holzlagerschuppen sorgte für die fachgerechte Lagerung von Kiefern-, Fichten- und Eichenholz. Weitere Grundstücke wurden erworben. Die Zahl der Beschäftigten betrug bei Beginn des zweiten Weltkrieges ca. 35 Mitarbeiter. Dann kam der zweite Weltkrieg als schwerer Einschnitt für die Firmenentwicklung. Kurz vor Kriegsende brannten 1945 sämtliche Gebäude der Firma Valentin Schmidt in der Grotefendstraße bis auf die Außenmauern nieder.

Kriegsende und Neuanfang

Mit enormem Einsatz baute Valentin Schmidt von früh bis spät unermüdlich alles das wieder auf, was der Krieg zerstört hatte. Damit die Arbeit wieder aufgenommen werden konnte, wurden zunächst einzelne Etagen für den Tischlereibetrieb wieder hergerichtet. Später schuf man durch die Überbauung einer Hoffläche mehr Platz für die Maschinen. Weil nach Kriegsende kein abgelagertes Holz zur Verfügung stand, mußte das Rundholz in den Wäldern um Hannover selbst eingeschlagen und in einem Sägewerk in den benötigten Stärken zugeschnitten werden.

Wachsen im Wiederaufbau

Für Valentin Schmidt wurde nun die Anschaffung einer Holztrocknungsanlage zur Notwendigkeit – zur damaligen Zeit für eine Tischlerei eine gewagte Investition. Durch den Wiederaufbau Hannovers hatte der Tischlereibetrieb alle Hände voll zu tun, und die Mitarbeiterzahl wuchs auf 80 Beschäftigte. Neben den Bautischlerarbeiten wurden auch zunehmend hochwertige, furnierte Innenausbauarbeiten durchgeführt. Der Betrieb erlebte einen neuen Aufschwung – doch Valentin Schmidt, der den ersten und zweiten Weltkrieg miterleben mußte, verstarb 1949 viel zu früh im Alter von 52 Jahren. Sein ältester Sohn Helmut Schmidt war zu diesem Zeitpunkt erst 19 Jahre alt. Daher führte zunächst Schwager Gustav Salge das Geschäft weiter. Im Alter von 25 Jahren trat dann Helmut Schmidt in der dritten Generation mit in die Geschäftsführung ein.

Neues Grundstück, neue Werkhalle

Die fünfziger Jahre brachten den raschen technischen und maschinellen Fortschritt, die eine rationellere Fertigung notwendig machte. So wurde 1960 im neu entstehenden Gewerbegebiet Hannover-Hainholz in der damaligen Helmkestraße (heute Rehagen) ein 5000 qm großes Grundstück für den Aufbau eines neuen und moderneren Betriebes erworben. Mit der fortschrittlichen und rentablen Anlage konnten nun unter wesentlich günstigeren Bedingungen umfangreiche Aufträge ausgeführt werden. Als 1968 Gustav Salge mit 81 Jahren verstarb, führte Helmut Schmidt das Unternehmen als Einzelfirma weiter. 1969 verlegte er das provisorische Büro aus der Werkhalle in einen neuen Anbau und erweiterte das Fertigungsprogramm mit der Herstellung von kombinierten Holz-Kunststoff-Fenstern, später mit Kunststoff-Fenstern aus Mehrkammerprofilen. Es gab also gute Gründe, 1975 eine neue Werkhalle ausschließlich für die Holz- und Kunststoff-Fensterfertigung zu errichten.Im gleichen Jahr erfolgte auch gemeinsam mit Ehefrau Ilse Schmidt die Umwandlung des Tischlereibetriebes in eine GmbH.

Heute und morgen

Wie sieht es bei Valentin Schmidt heute aus? Seit Jahren werden nun schon rund 50 Mitarbeiter beschäftigt, die mit fachlichem Know-how und hochmodernen Holz- und Kunststoff-Bearbeitungsmaschinen für erstklassige Qualität sorgen.
Auch heute werden noch sämtliche Tischlerarbeiten mit großer Sorgfalt und viel Liebe zum Detail ausgeführt.
Im Jubiläumsjahr 1993 macht das Zukunftsdenken der Valentin Schmidt GmbH nicht halt: Das Bürogebäude wurde neu gestaltet und erheblich erweitert. Die Gebäude umfassen nun eine Fläche von über 3250 qm für Fertigungs-, Büro- und Sozialräume, in denen Schaffenskraft und Arbeitsfreude gut gedeihen. Inzwischen ist die vierte Generation von Valentin Schmidt herangewachsen, Sohn Valentin Schmidt.

Übrigens:
Er erblickte fast auf den Tag genau 100 Jahre nach dem Firmengründer das Licht der Welt und trat nun nach Abschluß seiner Berufsausbildung im Jubiläumsjahr in die Firma ein.
In den Folgejahren wurden computergestützte Fertigungsprozesse (CAD/CAM) im Unternehmen eingeführt, damit eine marktgerechte Herstellung auch zukünftig die Basis für den Erfolg des Unternehmens ist.
Im Jahr 2005 wurde das Engagement in die Zukunftsfähigkeit, und für den Unternehmenserfolg, mit dem Titel „ Tischlerei des Jahres“ gewürdigt.
Das die möglich fünfte Generation im gleichen Jahr das Licht der Welt erblickte, könnte ein Zufall sein. Sohn Valentin wurde fast auf den Tag genau 140 Jahre nach dem Firmengründer geboren.
Das Unternehmen Valentin Schmidt ist bekannt für seine hochwertigen Inneneinrichtungen , Fenster-/Fassadenelemente und Wintergärten.
Privatkunden, Unternehmen, Öffentliche Betriebe, Verwaltungsgebäude, Wohnungsunternehmen und Genossenschaften profitieren inzwischen von 115 Jahren Erfahrung der Firma und dem handwerklichen Können der engagierten Mitarbeiter.

Vita Valentin Schmidt

Geboren

  1965 in Hannover

Abitur, allgem. Hochschulreife

 

1985 in Hannover

Ausbildung zum Tischler

  • Jahrgangsbester Gesellenprüfung Tischlerinnung Hannover
  • Sieger Leistungswettbewerb der Handwerksjugend im Handwerkskammerbezirk Hannover
  • 2. Landessieger Leistungswettbewerb der Handwerksjugend in Niedersachsen
 

1985-1988 im Landkreis Hannover

Grundwehrdienst, Sportfördergruppe der Bundeswehr

 

1988-1990 in Hannover

Ausbildung zum Staatl. Geprüften Holztechniker
und Betriebswirt d.H.

 

1990-1993 in Hildesheim
und Oldenburg

Eintritt in das Familienunternehmen

 

1993

Geschäftsführender Gesellschafter seit

 

1998- heute

Geschäftsführender Gesellschafter Fa. Hans G. Bock GmbH, Hannover

 

02/2007- heute